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Petra Birehas Magga , FIN
Sámi - Joik aus Finnisch-Lappland

Traditionelle Joik-Gesänge und Geschichten der "Indianer des Nordens" präsentiert im Rahmen ihrer ersten Konzertreise durch Deutschland die sámische Sängerin, Pädagogin und Malerin Petra Birehaš Magga aus Finnisch-Lappland. Die im weit über dem Polarkreis gelegenen Rentierdorf Vuotso geborene Sámifrau ist in ihrer Heimat Sápmi (Lappland) eine sehr beliebte Joikerin. Sie ist bekannt für ihre schöne und kraftvolle Stimme, mit der sie die traditionellen Lieder zur Trommelbegleitung singt und für ihr Charisma. Engagements bei Staatsbesuchen, bei Kulturtagen und Folk-Festivals und als Moderatorin im finnischen Fernsehen belegen das große Talent der jungen Sängerin, die in Fachkreisen mit der populärsten sámischen Künstlerin Mari Boine verglichen wird. Ihre musikalischen Darbietungen und Erläuterungen geben einen spannenden Einblick in die archaische, eng mit der Natur verbundene und im Wandel befindliche Kultur der nordeuropäischen Urbevölkerung.

Etwa 70.000 Sámen leben in den nördlichen Breiten Norwegens, Schwedens, Finnlands und auf der russischen Kola-Halbinsel. Bis in das ausgehende 20. Jahrhundert ist die Geschichte dieses Volkes von kultureller und politischer Unterdrückung gekennzeichnet. Die zu dem finnisch-ugrischen Zweig gehörende sámische Sprache durfte in der Öffentlichkeit und in den Schulen nicht benutzt werden und der auch zu schamanistischen Zwecken gebrauchte Joik-Gesang war jahrhundertelang unter Androhung der Todesstrafe verboten.

Heute haben die Samen neues Selbstbewusstsein gewonnen und sich politische Rechte erkämpft. In Finnland, Schweden und Norwegen haben ihr sie eigenes Parlament und im Sámischen Rat sind auch die russischen Kola-Sámi vertreten. Neben eigenen Zeitungen vermittelt das Sámi Radio mit Funkhäusern an mehreren Orten Kunst und Kultur.
Petra Birehaš Magga studierte sámische Kultur, Mythologie und Literatur im norwegischen Tromsö und erlangte 2002 den Magister für Erziehungswissenschaften an der Universität Lappland. Von 1996 bis 2002 erhielt sie mehrfach Kulturstipendien des Sámi-Parlamentes n Finnland, des Finnischen Kulturfonds und des Finnischen Land- und Forstwirtschaftministeriums. Als Bildende Künstlerin bekam sie große Aufmerksamkeit durch die Ausstellung "Ruoktuhan leage mu Vaimmus" (Das Zuhause ist ja auch in meinem Herzen) mit "Traumbildern" über sámisches Weltbild und Mythologie.